Manus Geschichten

Manuela Buyny- Artikel und Geschichten - www.manuelabuyny.de


 

Ein paar Kostproben aus meiner Feder ...

 

 

 

 

 

 

Inhalt

 

 

 

 

Mein neustes "Baby"  über die Wiener Eisrevue und ihren Star Eva Pawlik, erschienen in der Pirouette

Zum Weiterlesen:  Heft Juli - August 2013

 

 

 

Der Bericht zum WSSC 2013 (Sys-WM):

Pirouette Nr. 5 Mai - Juni 2013

 

 

Spannender geht es nicht - die Weltmeisterschaft im Synchroneiskunstlaufen 2013


Boston lud in dieser Saison zur Weltmeisterschaft im Synchroneiskunstlaufen ein, groß war die Aufregung und groß auch die Erwartungen, ist es für nicht-amerikanische Läufer doch immer etwas Besonderes einen Wettbewerb in den USA bestreiten zu dürfen. Der amerikanische Eiskunstlaufverband und Boston enttäuschten die großen Erwartungen an die Veranstaltung nicht. Es hat großen Spaß gemacht in Neuengland zu Gast zu sein und als ein solcher konnten sich alle Beteiligten zu jeder Zeit fühlen, stets und überall wurde vermittelt, dass man sehr willkommen ist. Das (natürlich) hauptsächlich US-amerikanische und kanadische Publikum konnte diesen positiven Eindruck noch verstärken, war die Agganis Arena doch bereits im Januar komplett ausgebucht, ganze Busladungen mit Fans kamen in der Halle an, alle für “ihr” Team großartig und lustig ausgestattet. Sie alle geizten wahrlich nicht mit Applaus, Geschrei und Gejohle, auch für die anderen Teams. Die Stimmung und die Atmosphäre in der Halle waren daher einfach großartig. Auch die wirklich schöne, überaus gepflegte Eishalle, ja, fast luxuriöse Eishalle, trug ihren Teil dazu bei. Die Temperatur war sehr angenehm, die Sitze ähnelten gemütlichen, gepolsterten Kinosesseln und sogar Popkorn gab es. Zudem war es kurzweilig, denn in den Pausen wurden die Filme gezeigt, die die Teams eingereicht hatten, um sich vorzustellen. Ein wenig sparsam fiel nur die Eröffnung aus, bei der lediglich ein paar Reden gehalten wurden; sie war kein Vergleich zu den opulenten Feiern der letzten beiden Jahre, wo Finnland beziehungsweise Schweden alles auffahren ließen, was im Eiskunstlaufen ihrer Länder Rang und Namen hat. Dafür kamen in Boston die Läufer in den Genuss einer sehr schönen, feierlichen Auslosung, die ihnen sehr gefallen hat. Toll auch, dass der US-Verband kurz vor der WM eine Sympathie- und Bekanntheitsinitiative für das Synchroneiskunstlaufen gestartet hat, über die sogar die renommierte New York Times ausführlich berichtete.


Auch das Preisgericht machte einen guten Job, hatte man im Kurzprogramm noch manchmal den Eindruck einer eher nordamerikanisch orientierten Wertung, so verwischte sich dieser in der Kür völlig.


Die 20 besten Teams aus 15 Nationen waren angereist, um ihre Programme zu präsentieren. Es ist immer wieder verblüffend, wie sehr sich jedes Jahr das Niveau der gezeigten Leistungen erhöht. Besonders erfreulich in dieser Saison war, dass jedes einzelne Programm sehenswert und, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau, gut war. Wie stellte eine Zuschauerin so treffend fest: “Mir hat jedes Programm gefallen, ich habe jedes gerne gesehen. Es ist einfach toll anzusehen, wie Menschen ihr Bestes geben.” Die Programme waren auch sehr unterschiedlich, der Bogen war wieder einmal weit gespannt von der Folklore, über den Popsong, die Ballade, das Musical bis hin zur schweren Klassik. Sehr gut getan hat den Programmen die Einführung des Kreativelements, das noch mehr Leben, Schwung und mehr Abwechslung in die Programme bringt.


Neu zu begrüßen war in dieser Saison erstmals ein mexikanisches Team, dass in den eisläuferischen Elementen wie Pirouetten, und den Moves in the Field schon erstaunlich gute Leistungen zeigte. Ein bisschen schwach hingegen noch die Synchronität und die Verbindungen. Aber mit diesem Newcomer wird künftig zu rechnen sein.


Überraschungen im Kurzprogramm


Team Berlin 1 (Team Germany) lief ein sehr schönes, fehlerfreies und rundes  Kurzprogramm, dass beim Publikum toll ankam. Auch die Noten waren nicht schlecht, schade, dass der Kreis nur auf Level 2 gelang und somit 3 Punkte auf dem Eis blieben, dafür klappten die Moves in The Field und das Kreuzen im höchsten Level. Sehr gut auch die Komponenten und die Preisrichter-Zusatzpunkte, die sicher auch das gut choreographierte, sehr ausdrucksstarke, zum Team hervorragend passende Programm, die wunderbaren Übergänge und auch die traumhaften Kostüme (in dieser Saison wieder von Britta Gericke) honorierten. Ganz nah kam Team Berlin 1 damit Team Boomerang (Schweden 2) und auch die Teams Les Supremes (Canada 2) und Surprise (Schweden 1) waren gar nicht so weit entfernt.


Fast dramatisch die Ereignisse um Vorjahres-Weltmeister Team Surprise, der bereits im Kurzprogramm ein paar Fehler, wie einen Frontal-Zusammenstoß beim Kreuzen sowie einen Sturz im Block, machte. Verblüffend das “sehr kreativ” ausgeführte Moves in the Field (jede Reihe machte einen anderen Mond). Dies entspricht zwar dem Regelwerk (mindestens vier Läufer müssen das gleiche machen), war aber durchaus gewöhnungsbedürftig, da das Element sehr unruhig und naturgemäß auch wenig synchron wirkte. Auch die Preisrichter gingen in ihrer Bewertung weit auseinander, vergaben sie doch zwischen -1 und +3 dafür.


Schwierig wurde es auch für die finnischen Teams, Team Unique (Finland 1) hatte einen Sturz in den Moves in the Field und erhielt etwas weniger als die gewohnten Pluspunkte und auch die Komponenten bewegten sich eher zwischen 8 und 9 (sonst eher zwischen 9 und 10). Team Marigold (Finland 2) hatte durch das Ergebnis der letzten WM einen Startplatz in der vorletzten Gruppe und musste dort auch noch als erster starten. Dadurch erfuhr das sehr gut und sehr sauber gelaufene Kurzprogramm vielleicht nicht ganz die ihm zustehende Würdigung und Wertung.


Team Paradise wurde mit einem wirklich wunderschönen, sehr leichtfüßig gelaufenen Kurzprogramm Dritter. Im Kreuzen hatte das Team den Point oft Intersection wohl nicht ganz erwischt, so dass das Kreuzen nur Level 2 erhielt, die übrigen Elemente gelangen in nahezu perfekter Ausführung. Paradise lief wieder zu einer Ballade (I will always love you), hatte sich perfekt mit weißen Flatterkleidchen inszeniert und war sehr, sehr gefühlvoll unterwegs.


Zweite wurden im KP die Haydenettes (Team USA 1), die ein gutes und schwieriges Programm liefen, dass ausgesprochen kraftvoll war. Genau dies nahm dem Programm aber auch ein wenig von der Leichtigkeit, die sehr gute Eiskunstlaufprogramme eigentlich auszeichnet.


Das kanadische Team Nexxice (Canada 1) lief wie gewohnt sehr synchron, mit wirklich schwierigen Elementen, aber ohne große Emotionen, was für einen sehr knappen Sieg im KP ausreichte.


Kür - So werden Synchron-Märchen geschrieben


Eine gute und solide Leistung lieferte Team Berlin 1 in der Kür ab, auch wenn das Programm leider gleich im Anfangsbild mit einem Sturz begann. Die dann folgende Gruppenhebung erhielt leider nur Level 3, weil sich in einer Gruppe die gehobene Läuferin nicht ausreichend drehte. Beim zweiten Kreuzen erfolgte die Drehung nicht direkt beim Durchgang, die Mühle öffnete sich nicht genug und die Mühlenblätter waren zu weit voneinander entfernt. In der Kür scheiterte das Team an einer höheren Platzierung aufgrund der schwachen Technikwertung, so gelang nur ein einziges Element im höchsten Level und drei sogar nur auf Level 2. Dies sind natürlich keine eigentlichen Fehler, sondern nur fehlende Höchst-Schwierigkeiten. Auf Anhieb kann man das kaum  erkennen und daher war das Programm trotzdem wirklich toll und mitreißend, die LäuferInnen kämpften, zeigten ganz viel Ausdruck und machten das Thema zu ihrem. Großartig das Kreativelement mit den beiden “Bouncings”. Das Publikum zeigte sich begeistert und geizte nicht mit Applaus. Trotzdem reichte die Leistung in die Kür nur für den 12. Platz, was bedenklich stimmen sollte, auch wenn es am Ende noch für den 10. Gesamtplatz reichte und damit glimpflich ausging.


Unbefriedigend auch der siebte Gesamtplatz für Team Surprise, auch dieses Team leistete sich einen Sturz, konnte technisch nicht mit den Besten mithalten. Ihm unterliefen darüber hinaus auch noch einige kleine und auch größere Unsauberkeiten. Da konnten auch die Besonderheiten im Programm, wie der gehaltene Flieger von je 2 Läuferinnen in entgegengesetzter Richtung nur wenig ausrichten, obgleich das Team natürlich auch in dieser Saison ein tolles, unterhaltsames Programm zeigte, das aber vielleicht zu sehr auf Effekte setzte, wie z.B. die Veränderung der Farbe des Oberteils des Kürkleides von Schwarz zu Gold im Laufe der Kür. Ursächlich für die durchwachsenen Leistungen der Saison soll sein, dass viele Läuferinnen nach dem Titelgewinn im letzten Jahr ihre Karriere beendet haben.


Leider reichte es auch am Ende dieser Saison für Team Paradise wieder nur für den 5. Gesamtplatz, weil auch bei Ihnen noch ein paar Level 4  Elemente mehr nötig gewesen wären, zudem passierte ein Sturz beim Kreuzen, der sie locker 5 Punkte kostete.


Den dritten Platz in der Kür erlief sich noch Team Marigold on Ice, das zweifellos eine der schönsten und gelungensten Küren des Tages zeigte.


Auf dem Podest landeten aber im Endergebnis die Haydenettes, die ein technisch und läuferisch sehr hochwertiges Programm zeigten, wenn auch vielleicht nicht ganz der südamerikanische Flair der Kür überspringen wollte. Aber das sah das Preisgericht anscheinend anders, erhielt das Team doch Komponenten bis 9.75 !!! Punkte.


Die stabilste Leistung des Wettbewerbs zeigte Nexxice, das Team musste zwar die Führung aus dem KP abgeben, aber nur äußerst knapp und auch nicht unumstritten. Tatsächlich war die Walzerkür zur Fledermaus einfach perfekt für die LäuferInnen von Nexxice zugeschnitten, konnten sie doch hier ihre Stärken, die besonders schönen Kanten und das sehr synchrone Laufen sehr gut umsetzen, sie schwebten geradezu in Walzerschritten über das Eis.


Team Unique war das Aschenbrödel on Ice, hatte das Team doch jahrelang (knapp) die interne finnische WM-Qualifikation verpasst. Nachdem Unique in dieser Saison aber jeden Wettbewerb gewonnen hatte, klappte es auch endlich mit der Qualifikation. Und was soll man viel dazu schreiben, hier kämpfte ein Team mit Herzblut, fantastischer Technik, überragendem Ausdruck und wurde Weltmeister. Auf die Frage, wie sie dies geschafft haben, antwortete Unique : ”Es gewinnt der, der es am meisten will!”  Also ganz einfach … eigentlich!


Ausblick

Spannend, der reinste Krimi war die Kür, nicht mal einen Punkt trennen Erst- und Zweitplatzierten. Überhaupt war im Wettbewerb zu spüren, dass die Leistungsdichte zunimmt,  d.h. die Zeit der großen Kluften zwischen den Teams sind vorbei und wirklicher Erfolg  ist nur noch mit  der richtigen Technik UND hohen Komponenten möglich. Gerade aus deutscher Sicht bedeutet dies, dass sich die Verantwortlichen des Teams und die Deutsche Eislaufunion Gedanken machen müssen, was man für eine nachhaltige Verbesserung tun kann. Denn offenbar ist hier Hilfe von Nöten, ist es doch schade, dass das Team sein großes Potential bei weitem nicht ausschöpfen konnte. Was wäre mit ein paar Level 4-Elementen mehr nicht alles möglich gewesen? Auch für die LäuferInnen ist es sicher wenig motivierend, zu wissen: “Eigentlich …”. Leider gibt es in Deutschlandaber beispielsweise nur zwei ausgebildete Spezialistinnen, die das Team unterstützen könnten und das reicht nicht. Gerade in Berlin (dessen Team inzwischen immerhin 18-facher Deutscher Meister ist) wäre es wichtig, jemanden vor Ort zu haben, den man immer wieder und über die gesamte Saison zu Rat ziehen könnte. Abhilfe kann hier nur durch die Deutsche Eislaufunion geschaffen werden.


Boston hat sich nun, nach der erfolgreichen Veranstaltung der Synchron WM, für die Ausrichtung der Eiskunstlauf WM 2015 beworben, drücken wir die Daumen, dass es damit klappt.


Nur eine Woche nach dem Ende der Synchron-WM haben sich in Nachbarschaft des offiziellen Hotels die schrecklichen Anschläge ereignet, die drei Menschen ihr Leben und viele, viele mehr, ihre Gesundheit und Unversehrtheit kosteten. Das Mitgefühl der Mitarbeiter der Pirouette gilt allen Opfern, ihren Angehörigen und den vielen Menschen in Boston, die die Synchron-Familie so überaus freundlich und herzlich aufgenommen haben.

Ein Text aus meinem Blog "Best Ager - Endlich über 50

In diesem Blog mache ich mir Gedanken über das Leben im Allgemeinen und über das Leben mit über 50 im Speziellen

 

 

Ganz alt, eine Kolumne für das Eissport-Magazin:

 

Laufen da die Haufen?

Neues vom „Drachenfelsen“
Eine Kolumne von Eislaufmutter Manuela Buyny

 

Eigentlich wollte meine Süße ihre Schlittschuhe ja ganz an den Nagel hängen, warum, brauche ich Ihnen als aufmerksamem Leser dieser Kolumne sicher nicht zu erzählen. Aber kaum war der Entschluss gefasst, wurde er auch schon wieder umgeschmissen und die "beste Tochter von allen" erklärte zum Synchron-Eislaufen gehen zu wollen. Was interessiert schon das eigene Geschwätz von Gestern, sie, die dies immer vehementest für sich abgelehnt hatte, jede noch so vorsichtige Anfrage, wurde mit eisiger Kälte bedacht, die Nachfrage, warum denn nicht, brachte Ergebnisse, wie: „Ich bin kein Gruppenmensch!“ oder „Auf den Zickenkrieg hab ich echt keinen Bock!“ Ehrlich , ich bin fast hintenrüber gefallen, was hatte ich gequatscht. Mein Quatschen war allerdings schon eine Weile her und inzwischen hatte ich mich prima an ein Leben ohne, ohne Eis gewöhnt, war schon cool, mal Zeit zu haben und  wieder überlegen zu dürfen, für was man sein Geld außer für´s Eislaufen ausgeben möchte.

 

Kaum hörte ich diese "gute" Neuigkeit ging mein Hirn auf eine Zeitreise zu dem Zeitpunkt, als ich das erste Mal mit dem damals noch „Formations-Eislaufen“ in Berührung kam.

 

Damals (jedes Mal, wenn ich dieses Wort schreibe, komme ich mir so alt vor, geht es Ihnen genauso?), ich arbeitete so nebenher für OKEM (Organisationskomitee Eiskunstlaufen), keine Angst, nur gaaanz kurz, ich blieb daher auch ich, („Ich war jung und brauchte das Geld.“). An meinem geliebten Drachenfelsen waren Deutsche Meisterschaften da sah ich sie, die „Hamburg Lobsters“. Sie waren schon etwas Besonderes, die älteste Dame war älter als ich zu der Zeit und ich näherte mich geschwind der Null hinter der Vier und na ja, einige der Herrschaften waren schon von imposanter Statur, mich hatte Bayern gut genährt, aber ganz spontan fühlte ich mich schlank. Sie gaben sich echt die größte Mühe und hatten ganz bestimmt auch ganz viel trainiert, aber ... Neben mir stand bei diesem Erlebnis mein Kollege aus dem Büro (hautberuflich) mit einem geringschätzigen Grinsen im Gesicht, er sagt nur ein Wort: „Haufenlaufen!“ Ich hatte ja keine Ahnung und wunderte mich ein wenig ob der Verachtung in seinem Ton, hatte ich doch bei allen anderen Disziplinen schon ähnliches oder schlimmeres gesehen. Daraufhin fragte mich M. ob ich denn die Eislauf-Hierarchie nicht kennen würde. Nein, natürlich kannte ich sie nicht, aber er erklärte sie mir dann sehr schnell (sie sehen auch Eiskunstlauf-Funktionäre tuen manche Dinge schnell): „Ganz oben, da stehen die Herren, das Beste eben, dann kommen die Damen (können ja nichts dafür), dann die Paarläufer (sie haben´s anders eben nicht gepackt, die Eistänzer (gääähn, irgendwo müssen, sie ja bleiben, die Armen) und dann, dann kommt lange nichts und dann irgendwann die Formationen (verstopfen die Umkleidekabinen, haben laute Begleiter und und leisten nichts, hahaha). Okay, dachte ich, M. muss es ja wissen, ist schließlich lange genug dabei und seeehr wichtig. Außerdem, mein Baby (damals wirklich noch fast) war ja Einzelläuferin und würde sowieso Olympiasiegerin werden, mindestens.

 

Einen Tag später schaute ich in eine der Hallen, eine Formation war zum Training auf dem Eis, neben mir stand ein netter Mann und Manu wollte mit ihrem neuen Wissen glänzen und bemerkte süffisant: „Haufenlaufen, wie putzig, hahaha“. Der nette Mann, irgendwie sah er jetzt viel weniger nett aus,drehte sich zu mir um, musterte mich (wie, sag ich lieber nicht) und sagte: „Ich bin der Manager dieses Haufens und dieses Team ist schon x Mal Deutscher Meister.“ Warum öffnete sich nicht genau jetzt der Boden, oh Mann ,wie war mir das peinlich.

 

Später sah man dann doch schon öfter mal Synchron, es wurde immer besser, die internationalen Ergebnisse waren im Schnitt besser als die aller anderen Disziplinen und beim „Cup of Berlin“ konnte ich dann erstmals die Begeisterung der Fans verstehen, da ist nicht nur Leben, Bewegung, Dynamik und ganz viel Können auf dem Eis, nein da rockt die Bude, die Fans dürfen schreien, hupen, klappern und keiner meckert. Es macht einfach Spaß zuzuschauen. So ganz langsam begriff ich auch, dass es vielleicht doch nicht so einfach ist und es rein gar nichts mit Haufen zu tun hat, die da laufen..

 

Tja, und nun stand da meine Süße und wollte ES machen, das Probetraining war toll, der Trainer jung und fröhlich (JA!!! sowas gibt’s)!, die Mädchen sind nett und sogar der tapfere, mutige, einzige Junge auch. Und, na klar, sie wollte weitermachen. Jetzt wurde mir so nach und nach klar, was die Teams leisten, wieviel sie trainieren und wie anspruchsvoll die Technik inzwischen geworden ist.

 

Und, was glauben Sie, was ich seitdem höre? „Ach, wie schön, da fällt der Abschied doch leichter.“ oder „Wenigstens bewegt sie sich noch auf dem Eis.“ oder auch „Synchron ist doch ein tolles Auffangbecken für gescheiterte Einzelläufer.“ Jetzt stellen Sie sich vor, da steht echt die Mutter eines Mädchens neben mir, dass sich seit (vielen) Jahren bemüht auch nur die Doppelsprünge zu beherrschen und sagt:  „Ach Gottchen, beim Haufenlaufen ist sie jetzt, dass es soweit gekommen ist..“

 

Jedenfalls, ich habe im Moment leider wenig Zeit, ich stehe vor dem Spiegel und übe ihn, diesen absolut geilen Blick von dem Mann von damals am Drachenfelsen, dem Manager des Team, also: anpeilen, mustern, ganz langsam, von oben bis unten und dann...

 

Herzlichst und bis bald mal,

Ihre

Manu vom Drachenfelsen
 

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