Manus Geschichten

Manuela Buyny- Artikel und Geschichten - www.manuelabuyny.de


 

Am Anfang war das Kind ...

 

 

... um genau zu sein, mein Kind, das schon mit drei Jahren ganz genau wußte, was es wollte: Aufs Eis!

 

Natürlich hatte ich auch vorher schon mal den Eiskunstläufern im Fernsehen zugeschaut, ich kannte Katharina Witt, Brian Boitano und  Scott Hamilton. Torwill und Dean waren mir ein Begriff. Aber das war es dann auch schon, hatte ich bis dahin doch immer nach Churchills Motto: "No Sports" gelebt.

 

Ganz schnell sollte sich das nun  ändern, ich war schon bald Dauergast in den Eishallen, als gar nicht so böse Eislauf-Mama, als Helferin und als begeisterte Zuschauerin.

 

Mal abgesehen davon, dass meine Tochter natürlich das größte Talent aller Zeiten war ;-), übte das Eis jeden Tag eine größere Faszination auf mich aus. Ich ging zum Schauen in die Eishalle, auch wenn Kind nicht auf dem Eis war, besuchte Wettbewerbe und Shows. Mit der Zeit lernte ich die Sprünge zu unterscheiden, die Umdrehungen einer Pirouette zu zählen, ich erkannte Schritte und lernte die Regeln.

 

Umso mehr ich wußte, desto größer meine Begeisterung für den Sport, aber auch die Erkenntnis, dass durchaus vieles zu optimieren wäre. Da wo Menschen, Menschen bewerten, bleiben Ungerechtigkeiten nicht aus. Ungerechtigkeiten kann ich nicht leiden, sie machen mich wütend und wenn ich wütend bin, muss ich schreiben. So war mein erster Beitrag für das Eissportmagazin, dann auch eine recht bissige Kolumne. 

 

Irgenwann stand dann fest, das Kind wird keine Weltmeisterin, hatte einen kaputten Fuß und entdeckte das Synchroneiskunstlaufen für sich. Schnell sprang auch bei Mama der Funke dieser einzigartigen Sportart über. Wieder saß ich in der Eishalle, schaute, lernte, unterschied Elemente und verstand irgendwann.

 

Schon vorher war ich "Berlin-Korrespondentin" der Pirouette und nun wurde ich zudem zur "Synchron-Frau". Ich wollte alles wissen, belästigte die Preisrichter, die Spezialisten, die Trainer und vor allem meine arme Tochter mit Fragen, dummen Bemerkungen, studierte die Teams auf Youtube, reiste und reise zu möglichst vielen Wettbewerben, bis hin zur Weltmeisterschaft.

 

Mit jedem Jahr begeistere ich mich mehr für "Sys", bin langsam süchtig danach, liebe die tolle Atmosphäre, den Teamgeist. Dabei ist der Sport für meine Tochter inzwischen Geschichte, eine tolle Erfahrung und eine schöne Erinnerung.

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